Dienstag, 19. Juli 2016

Sommer. Sonne. Entenscheiße.

Tag 5
Ein Strandtag in Porto. Für unsere Verhältnisse fast ein wenig langweilig aber auch mal schön. Strand ist hier vielleicht etwas zu viel gesagt. Wer jetzt an kilometerweite Sandstreifen mit Strandliegen und Sonnenschirmen denkt, Pommesbuden und Strandbars vor sich sieht, der liegt ziemlich falsch. Das Ufer gliedert sich in zahlreiche kleine Auen und eine davon lag direkt vor unserem Campingplatz. Ruhig, klein, intim. Ich nahm mir mein Buch zur Hand und schaltete die Welt einfach aus. 

Ab und zu wurde ich von "Jakobbbb!!" und "Nein, Hannes, SO nicht!" zurück in die Realität geholt, aber es hielt nie für lange an. Schon faszinierend, wie schnell man, ohne dass man es möchte, nach nur 5 Minuten die Namen aller Kinder am Strand kennt, weil die Eltern sie bei jeder Kleinigkeit ermahnen.
Die morgendlich warme Brise entwickelte sich bald zu einer hochsommerlich stehenden Hitze und die kletterte auf dem Thermometer immer weiter nach oben. Bei 38 Grad wurde es selbst ihr zu heiß und so blieb sie genau an diesem Punkt stehen. Für immer. Welch Glück, dass wir nur 2 Schritte umfallen brauchten um direkt im erfrischend kühlen See zu landen. Ein paar planschende Kinder, hier und da ein Segelboot, gelegentlich eine Möwe, die vorbeiflog, um auszukundschaften, ob es bei den Menschen etwas zu holen gab, doch Jakob und Hannes hatten keine Kekskrümel abzugeben, und sonst nur der spiegelnde, brachliegende Gardasee, der sowohl links als auch rechts kein Ende erahnen ließ. Weit und breit nur Wasser und Berge. Jetzt verstehe ich, warum man mit seinen Kindern gerade hier gerne urlaubt. Keine Animation, kein Lärm, keine Menschenmassen.
Am Abend meldeten sich unsere Mägen und bettelten nach Essen. Na gut, dann lass uns etwas zum Beißen finden. Das kleine Restaurant Taverna del capitano schien uns genau richtig. Am Morgen schon hatten wir gesehen, wie der frisch gefangene Fisch in der Küche ausgenommen und vorbereitet wurde. Die Blutlache vor der Tür zur Restaurantküche sprach wohl für sich. Jetzt gleich würden wir mit dem was die fleißige Köchin übrig gelassen hatte in einer wohltuenden Prozedur unsere knurrenden Mägen füllen, dazu ein Glas Weißwein und feines Brot. Jupp, uns geht es gut!

Die Entenfamilie vom Garda See; zuckersüß und putzig! Ist bestimmt nicht einfach 7 Mäuler zu stopfen! Wir halfen mit unserem drüber gebliebenen Brot vom Abendessen aus.

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