Bevor wir uns auf unserem ziemlich perfekten Campingplatzplatz in die Kojen warfen, wollten wir uns das Örtchen, das ja schließlich direkt vor unserer Nase lag, ein wenig genauer anschauen. Dass wir uns nochmal aufgerappelt hatten, wurde schwerstens belohnt! Auf dem ganzen Pilgerweg, den wir im letzten Jahr bestritten haben, war nicht ein so einnehmendes, wunderschönes und verträumtes Gotteshaus zu finden, wie hier in Stams! Fresken, Gold und Marmor, Verzierungen und eine ganz eigene, magische Atmosphäre. Wir hatten Glück, dass wir kurz vor dem Orgelkonzert einen schnellen 5-minütigen Blick in das besondere Gebäude werfen durften!
auf dem Foto kommt es leider nicht ganz rüber, aber es war wirklich wunderschön!
Noch ein schnelles Abendessen, dann geht's aber ab in die Heia!
Ich dachte ja, ich würde das Zeug nach Australien nie wieder anrühren...aber wir wollten uns mal durch die verschiedenen Geschmäcker durchfuttern. Vielleicht schmecken die aus Deutschland ja besser?
Zwischenergebnis: Nein. Grauenhaft und schlimmer als je zuvor! :D
Moin moin auch!
Aufwachen!! Heute ist der Tag!! Heute erwartet mich meine große Überraschung! Herrgott, bin ich uffgerescht! Nach einem schnellen Frühstück schwangen wir uns ins Auto und fuhren 20 Minuten durch die Gegend. Ich hielt Ausschau und versuchte fieberhaft herauszufinden, wo es hingeht, während ich mir gespannt mit den Zähnen auf der Lippe herumkaute. Berge, Berge, Berge, Baum, Wald, Kuh, Berge...und dann, auf einmal sah ich das Schild, das alles verraten sollte. Das Geheimnis war gelüftet und hieß: AREA 47!!!! Der größte und beste Abenteuerspielplatz für große Kinder! Rafting, Wakeboarding, Climbing, Canyoning, ein Water Slide Park vom Allerfeinsten, Trampoline, Motocross, und und und! Ich konnte mich kaum auf dem Sitz halten und sprang wie eine Fünfjährige auf Ahoi Brause auf dem Sitzpolster auf und ab. Doch damit war das Geheimnis noch nicht ganz enthüllt. Was genau machen wir denn jetzt?
Danilo meldete uns an, dann packten wir einen Rucksack mit Badesachen und Handtüchern zusammen und liefen zur Outdoor Area. Dort wurden uns Neoprenanzüge, Schuhe, Helme und Schwimmwesten zugewiesen - wir machen Rafting! Uuuuuiii! Wie cool ist das denn???!
Selten hatte ich in 2 Stunden so unglaublich viel Spaß wie heute! Unser Guide, Marlon aus Costa Rica, gab uns bei einem kurzen Warm-up einige Instruktion und gleich darauf ging es auch schon los. Mit unserer 10-köpfigen Gruppe transportierten wir das Boot ans Ufer und fanden uns bald allesamt darin, paddelnd und staunend, wie unglaublich hübsch es hier war und wie lustig und aufregend Rafting ist! Ihr müsst euch vorstellen, dass wir auf einem wilden, blau-türkisfarbenem Fluss trieben, der uns einige Male ganz schön durchrüttelte und in einer Heidengeschwindigkeit bergab hinunterschlängelte, hinweg durch Bergschluchten, Talbrücken, vorbei an dicken, fetten Felsen und purer Wildnis. Der Anblick war so atemberaubend, dass ich manchmal nicht wusste, ob es das kalte Wasser oder eben dieser war, der mir Gänsehaut bereitete. An einigen Stellen konnte man das Boot mehr oder minder freiwillig verlassen und auf Tauchstation gehen. Nun ratet, wer der erste war, der ins Wasser hüpfte und laut prustete, als sich das eisig kalte Wasser durch die Neoprenschichten drückte? :) Ich hielt mich zunächst mit der Planscherei zurück, bis ich mit einem eleganten Rums selbst im 10 Grad kühlen Nass landete. Marlon machte einige Spiele mit uns, die einiges an Balance und Überwindung kostete. Er schaffte es sogar einem Mädchen der Gruppe Angsttränen in die Augen zu treiben. Für Danilo und mich war das komplett unverständlich, wir wollten eher mehr Action. Aufgrund meiner Unersättlichkeit durfte ich zum Schluss aber noch einmal vorne auf der Spitze des Bootes durch die Stromschnellen balancieren, während die anderen hinten paddeln mussten! :-P
Da ich anschließend wieder hinten direkt bei Marlon platziert war, bekam ich viel von ihm mit und bewunderte seinen verrückten Lebensstil und Wissen über sämtliche Sportarten. Meinetwegen hätte die Tour noch einige Stunden länger und 5 Stufen heftiger sein können, doch nach einer Stunde auf dem Wasser erreichten wir festen Boden.
Durch das bitterkalte Wasser waren wir ziemlich durchgefroren und so wärmten wir uns nach dem wasserintensiven Abenteuer mit einer heißen und ausgiebigen Dusche auf. Glücklicherweise besserte sich das Wetter noch ein bisschen und die Sonnenstrahlen wurden endlich nicht nur blendend hell, sondern auch angenehm warm. Nun blieb uns noch ein ganzer Tag im Paradies und den nutzten wir auch aus! Kostenfrei war lediglich die Water Area aber auch die hatte jede Menge Adrenalingefeuer auf Lager! Mein persönliches Zweithighlight des Tages: Das Wakeboarden! Zwar war es ein regelrechter Kampf und Krampf sich jedes Mal erneut in das beißende Wasser zu werfen, aber es musste so sein!
Gegen frühen Abend mussten wir, wider Willen und schweren Herzens, weiterziehen. Tschüss Sölden, tschüss Ötztal, tschüss Area 47, es war uns ein Fest! Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass das war wohl mit Abstand die beste Überraschung war, die ich bislang erleben durfte - Vielen Dank!
Verständlicherweise sind hier heute keine Fotos entstanden, aber ein Video von all den coolen Sachen folgt, wenn wir zurück in Deutschland sind! :)
Die Strecke, die wir nun noch abfuhren, war nicht minder schön als das, was wir zuvor gesehen hatten. Endlos hohe Berge, schneeweiße Berggipfel, tiefe Täler, strahlende Farbkombinationen und Lichtspiele der Abendsonne, Burgen und Schlösser, provinzielle Dörfer und antike Städtchen, und immer wieder Gänsehaut, die uns lawinenartig überkam! In Glurns packte uns dann doch die Müdigkeit und so gaben wir uns nach all den abenteuerlichen Geschehnissen des Tages und gefüllten und verstopften Aufnahmekanälen in unseren Köpfen letztendlich geschlagen, um das Erlebte in einer achtstündigen Tiefschlafphase gebührend zu verarbeiten. Auf einem erhöhten Parkplatz mit Sicht auf die Alpenkette fanden wir die perfekte Location um Ruhe zu finden und Kraft für den nächsten, ereignisreichen Tag zu schöpfen. Nicht ganz legal, uns aber vollkommen egal.












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