Morgens wurden wir von fröhlichem Kinderlachen, Badespaß und Sonnenschein geweckt. Der erste Blick war jener aufs offene Meer und die salzige, warme Luft wehte uns durch die zerzauste Morgenfrisur.
Ein kleines Frühstück, eine herzliche Verabschiedung und dann schnurrte Flips Motor schon wieder, um uns eine Etappe weiter zu transportieren.
Ohne, dass wir es so geplant hätten, waren wir mit einem Ruck schon wieder in Slowenien. Das ging verdammt schnell. Also, tschüss Kroatien, war nett mit dir! Wir merkten aber erst, dass wir die Grenze überschritten hatten, als wir in einem kleinen Laden auf Nahrungssuche gingen. Die Verkäuferin klärte uns auf. Nun gut, auf der Strecke durch Wald und Wiesen war keinerlei Hinweis darauf gegeben, dass man soeben eine Landesgrenze passiert hatte.
Aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen hatten wir beide Heißhunger auf einen wohlnährenden Eintopf. Nichts leichter als das, Dosenfutter gab es in dem Tante Emma Lädchen mehr als genug. Bewaffnet mit 2 Dosen Bohneneintopf mit Speck marschierten wir aus der Tür und suchten uns bald einen schattigen Platz, um die Köstlichkeit zuzubereiten. Der Parkplatz eines Firmengeländes schien uns günstig. Wir parkten Flip so, dass er uns Sichtschutz gab. Dann bauten wir den Gaskocher auf und sahen zu, wie die Leckerei langsam an Temperatur gewann. Bei der Hitze am heutigen Tage hätten wir die Dosen wohl auch einfach eine halbe Stunde in die Sonne stellen können, aber sei es drum. So, dann mal gute Hunger.
Sieht aus wie Lamakotze...Wie ausgehungert muss man sein, um SO ETWAS zu als schmackhaft zu empfinden?
Satt und zufrieden. Und überfressen. Restlos körperlich überfordert räumten wir zusammen und erklimmten wie zwei schwangere Eichhörnchen die Fahrer- und Beifahrersitz. Das Zeug lag uns schwer und quer im Magen. Irgendwie brachte das Mittagessen so gar nicht den Effekt, den wir uns erhofft hatten. Ein Spaziergang könnte helfen. Und denn machten wir in einem Museum.
Der Park der Militärgeschichte in Pivka übertraf unsere Vorstellungen eines Museums um Weiten. Angesetzt sind ca. 2 Stunden Besuchszeit, doch man kann sich mit Leichtigkeit mehrere Tage hier aufhalten, um alles genauestens zu studieren. Eine riesige Sammlung an Panzern, Artillerie und Flugzeugen, sogar ein jugoslawisches U-Boot sprechen Bände der Kriegsgeschichte. Herausstechend sind der erste und zweite Weltkrieg, sowie der Kampf bis zur Unabhängigkeit Sloweniens.
Nachdem wir in den letzten Tagen so viel Schönheit und Faszination erleben durften und uns immer wieder aufs Neue in die Natur und ihre herrlichen Spielereien verliebt haben, ist es kaum vorstellbar, dass es menschliche Konflikte gibt, die eben diese durch ihren Machtkämpfe und Gefechte zerstören. Welche Unstimmigkeit, Beleidigung oder Uneinigkeit kann schon so groß und von Bedeutung sein, dass unschuldige Menschen, Kinder, Tiere und Natur darunter leiden müssen und unwiederbringlich vernichtet werden? Manchmal wünschte ich, eben diese Leute, die ihre Freigabe für Anschläge, Ausschreitungen und Kriege geben, könnten die Welt durch unsere Augen sehen. Denn dann könnte es niemals einen Grund geben, etwas so Wertvolles, so Beeindruckendes und Beruhigendes aufs Spiel zu setzen.
Etwas betrübt und geschichtsüberlastet traten wir aus den Museumsgebäuden hinaus, zurück in das strahlende Tageslicht, an das wir uns erst wieder einige Minuten gewöhnen mussten. Schweigend setzten wir unsere Route fort, jeder für sich in Gedanken versunken, starr aus dem Fenster blickend und betroffen. Es ist nicht schlecht sich ab und zu die Unschönen Dinge der Weltgeschichte und auch der Gegenwart in den Sinn zu rufen. Umso mehr kann man schätzen, was wir doch haben. Glück.
Auf uns wartete bereits die nächste Attraktion. Das Predjama Castle.
Flip stellten wir auf dem Parkplatz ab und folgten der Jazzmusik, die uns an den Eingang der Burg führte. 3 junge Musiker spielten und jamten hier zur Unterhaltung der Besucher, ganz vergnügt und ausgelassen, sodass wir ihnen gerne ein paar Groschen in den Hut schmissen, denn den Spaß und die Freude, die die drei dabei hatten, steckte uns alle an.
Dass der bekannteste Burgherr, Erasmus von Luegg, auf den die Todesstrafe ausgesetzt war, beim Gang zum Stillen Örtchen seinen Tod fand, als er mit Steinkugelgeschossen erschlagen wurde, stimmte uns lustig und erschrocken zugleich. Dabei hatte er es doch so wunderschön hier.
Nach dieser Besichtigung ging das alte Spiel wieder los. Wo schlafen wir heute
Zunächst fuhren wir noch ein Stück weiter auf unserer Route, um morgen weniger Fahrt zu haben. Der Weg führte uns durch mystische und zauberhafte Waldlandschaft. Ihr wisst schon, jene mit dem weichen, saftig grünen Moos, den gnomähnlichen Felsen, den wehenden, im Wind tanzenden Bäumen, die das Sonnenlicht wie magische Glitzerstrahlen durch die Luft sausen lässt, um das Grün am Boden noch heftiger leuchten zu lassen. Die Landschaft wechselte immer zu zwischen Wald und Gebirge. Ob man sich irgendwann einmal daran satt sieht?
In Skofja Loka allerdings war nun Schluss für heute. Dort fanden wir den perfekten Parkplatz. Im Schutze der Bäume konnten wir uns ein wenig abschirmen und eine ruhige, erholsame Nacht mit Flussgeplätscher verbringen. Morgen würden wir uns die kleine Stadt einmal genauer ansehen.
In Skofja Loka allerdings war nun Schluss für heute. Dort fanden wir den perfekten Parkplatz. Im Schutze der Bäume konnten wir uns ein wenig abschirmen und eine ruhige, erholsame Nacht mit Flussgeplätscher verbringen. Morgen würden wir uns die kleine Stadt einmal genauer ansehen.










Toll :)
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