08:00 Uhr, raus aus den Federn, Frühschwimmen!
Was gibt es schon besseres am frühen Morgen als eine Runde im Meer zu plantschen? Das Wasser war am Morgen noch bitter kalt, die Überwindung groß aber der Effekt unbezahlbar. So wach und munter war ich schon lange nicht mehr. Der kleine Fluss, der irgendwo im Gebirge entspringt, entpuppt sich als eiskalter Strom. Apropos Gebirge!
Wir staunten nicht schlecht, als wir heute Morgen aus Flip herauskrochen und auf einmal eine riesige Felsmauer vorfanden. Gestern Nacht war es zu dunkel gewesen, um zu erkennen, wo genau wir gelandet waren. Wir dachten, um uns herum wäre bloß eine große Wiese, ein paar Bäume, fertig. Aber bei Tageslicht zeigte sich, dass wir mitten im Gebirge standen. Das helle Licht, über das wir uns letzte Nacht gewundert hatten, war kein Stern, kein Flugzeug, nein. Es war eine Hütte, irgendwo dort oben im Fels.
So, heute ist also schon der 27. Juli. An der Stelle möchte ich zunächst einmal jemandem ganz herzlich gratulieren - HAPPY BIRTHDAY MAMA!
Unser Tagesplan für heute war prall gefüllt, also starteten wir direkt nach einer befreienden Dusche los zu unserem ersten Ziel: Die Insel Krk. Kurz nach Rijeka führte uns die Krk Brücke gegen eine kleine Gebühr auf die Insel. In Rudine machten wir einen Schlenker, um uns die Topfsteinhöhle Biserujka anzusehen. Das taten wir aus zweierlei Gründen: A. war es eine an sich nette Attraktion auf dem Weg und B. hatten wir Schutz vor der Sonne und konnten uns ein wenig abkühlen. Mit einer angenehmen Frische von ca. 15 Grad war die Besichtigung nicht nur interessant sondern auch wohltuend. Umso heftiger war der Schlag ins Gesicht, den uns die wartende Hitze mit ihren glühenden Fingern verpasste, als wäre es ihr nicht recht gewesen, dass wir uns kurz vor ihr versteckt hatten.
Nun war es Mittagessenszeit, unsere Mägen knurrten, doch wo sollten wir hier eine Pause einlegen, ohne zu zerschmelzen? Am staubigen Wegesrand im Schutze einer Kette aus Olivenbäumen fanden wir ein wenig Schatten und bauten dort unseren Gaskocher auf. Es gab Nudeln.
Der Strand war vielleicht nicht sonderlich schön, recht karg, auch nicht groß, doch er erfüllte seinen Zweck. Um diese Uhrzeit waren auch kaum Menschen hier, die meisten hatten sich in ihre (Ferien-)Häuser verzogen. Ein Pärchen im mittleren Alter verschnaufte hier mit seinen 2 großen Hunden, wir kamen mit ihnen ins Gespräch und holten uns ein paar gute Tipps für die Weiterfahrt ab.
Nach 2 Stunden hatten wir uns genug regeneriert, jetzt wollten wir noch ein paar andere Plätze der Insel erkunden. Die großen, beliebten Strände ließen wir aus und das war gut so, denn auf diese Weise fanden wir unser persönliches, kleines Krk-Paradis. Irgendwo in der Nähe von Porat verließen wir die befestigte Straße und fuhren einen zugewachsenen Schotterweg entlang. Der arme Flip wurde ganz schön auf die Probe gestellt, doch er meisterte die Buckelpiste mit Bravour. Den Rest gingen wir zu Fuß und entdeckten eine wunderschöne Bucht mit viel Schatten, ausreichend Platz für jeden und ruhigen, angenehmen Menschen. Wie gut, dass ich am Morgen eine Taucherbrille gekauft hatte. Mit der und Danilos GoPro konnten wir durchs Wasser paddeln, tolle Fische sehen, den Seeigeln aus dem Weg gehen und auf große Entdeckungstauchtour gehen.
Während wir aßen, merkten wir, wie uns das Wasser aus jeder Pore des Körpers stieß und sich in langen Schlangenlinien einen Weg nach unten suchte. Mir war gar nicht bewusst, dass ein Mensch derart schwitzen kann. Es war höchste Zeit einen Strand aufzusuchen. Also hielten wir Ausschau nach der nächstbeste Badestelle, parkten den armen Flip zumindest im Halbschatten und stürmten erschöpft an den steinigen Strand. Die Erfrischung war kaum zu beschreiben. Endlich wieder Normaltemperatur.
Na, wo geht's als nächstes hin?
Nach 2 Stunden hatten wir uns genug regeneriert, jetzt wollten wir noch ein paar andere Plätze der Insel erkunden. Die großen, beliebten Strände ließen wir aus und das war gut so, denn auf diese Weise fanden wir unser persönliches, kleines Krk-Paradis. Irgendwo in der Nähe von Porat verließen wir die befestigte Straße und fuhren einen zugewachsenen Schotterweg entlang. Der arme Flip wurde ganz schön auf die Probe gestellt, doch er meisterte die Buckelpiste mit Bravour. Den Rest gingen wir zu Fuß und entdeckten eine wunderschöne Bucht mit viel Schatten, ausreichend Platz für jeden und ruhigen, angenehmen Menschen. Wie gut, dass ich am Morgen eine Taucherbrille gekauft hatte. Mit der und Danilos GoPro konnten wir durchs Wasser paddeln, tolle Fische sehen, den Seeigeln aus dem Weg gehen und auf große Entdeckungstauchtour gehen.
Die Fahrt war, wie auch den Tag zuvor, gigantisch und hypnotisierend. Doch allmählich verschwand auch das letzte Tageslicht und bald gurkten wir im Dunkeln und ohne richtiges Ziel umher. Gurken mussten wir deshalb, weil die Tiere des Waldes langsam aktiv wurden und gerne mal Fuß, Tatze oder Hufe auf die Straße bewegten. Aus der zuerst beeindruckenden Berg-Tal-Fahrt wurde die reinste Geisterfahrt. Lichter wurden selten, Dörfer waren ausgestorben, lebte hier eigentlich noch irgendjemand? Nach einer gefühlten Ewigkeit entdeckten wir einen Campingplatz, doch der war ekelhaft teuer, also fuhren wir weiter, bis wir den Eingang des Nationalparks erreicht hatten. Hier gab es Licht. Ja sogar Menschen! Langsam tasteten wir uns an sie heran, es waren Wachmänner, ohne Gesichtsausdruck. "Ahm, excuse me", fing ich an, als ich langsam das Fenster herunterdrückte. Doch mit Englisch konnte der ältere Mann in Uniform nun wirklich nichts anfangen. Er schickte uns mit einem Wink zu seinem Kollegen. Wir stiegen aus und liefen auf ihn zu. Nun standen wir zu viert hier. Gott sei Dank sprach der zweite etwas Englisch und so konnten wir uns verständigen und klarmachen, was unser Begehren war. "Mein Kollege hier, der hat eine Ferienwohnung", erklärte der Zweite. Diese Möglichkeit hatten wir noch gar nicht in Betracht gezogen, aber angesichts dessen, dass wir wirklich hundemüde waren und wir in der gruseligen Gegend nicht unbedingt alleine in einem Auto nächtigen wollten, willigten wir ein.
Wir folgten dem Alten, der mit seinem Auto vor fuhr. Aus "nur eben um die Ecke" wurden 15 Kilometer. Jedes Mal, wenn wir Lichter in der Ferne sahen, freuten wir uns schon und hofften, dass er hier halten würde. Aber nein. Das Ganze spielte sich 3-4 Male ab und wir fragten uns ernstlich, wo er uns wohl hinbringen würde?! Dann kam sein Wagen tatsächlich, endlich zum Stehen. Er hielt vor einem großen, flüchtig beleuchteten, unverputzten Haus. Gleich öffnete sich die Tür und eine dünne Frau mit kurzen Haaren und müden Augen trat aus dem Haus. Er machte uns klar, dass dies seine Frau war und dass sie etwas Deutsch spricht. Die Frau übernahm uns und der Alte fuhr mit einer schwingenden Handbewegung zurück zur Arbeit.
Sie ging mit uns zu einem weiteren Haus, das an das erste angrenzte und zeigte uns ein kleines, altmodisches Zimmer und ein dazugehöriges Bad. In ihrem Atem konnte man eindeutig Alkohol riechen. Mehrmals fragte sie höflich, ob wir mit den Räumlichkeiten zufrieden wären, wir nickten nur müde, und war alles egal. Dann ließ sie uns in Ruhe und verschwand.
Für den Moment hatten wir alles was wir wollten. Einen Schlafplatz, sogar Strom, eine halbwegs funktionstüchtige Dusche und den Rest beachteten wir erst gar nicht, denn wir wollten uns unser Glück nicht kaputt machen. Der arme Flip musste heute Nacht draußen bleiben. Die Tür verriegelten wir sorgfältig und ließen uns wie zwei Backsteine in das weiche Federbett fallen. Gute Nacht.
Impressionen des Tages:

















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