Erstaunlicherweise konnten wir in der Nacht doch noch recht gut einschlafen. Der Morgen darauf war sehr ruhig, da die Partylöwen und -löwinnen nun wieder in ihr Koma gefallen waren. Zeit für uns die Vorzüge des Campingplatzes doch noch zu nutzen.
Frisch geduscht und gut gestärkt verließen wir das Chaos Camp und starteten in die nächste Etappe.
Nun sind wir also in Kroatien. Neue Währung, unbekannte Sprache, fremde Kultur. Dafür umso mehr heiße Temperaturen, steinige Schotterwege und Spanferkel an jeder Ecke. Das viele Süßwasser der letzten Tage hatte sich in das salzige, weiter als das Auge reichende Mittelmeer verwandelt.
In Novigrad kamen die Räder unseres 5-Sterne-Mobils zum Stehen. Es wäre auch einfach zu heiß gewesen um weiterzufahren. Wir parkten die Kiste auf einem Schotterparkplatz, streiften uns fix unsere Badeklamotten über und eroberten zum ersten Mal kroatischen Strand. Feiner Sand? Fehlanzeige! Über eine glitschige Felsenlandschaft gelangte man ins recht muntere Meer. Ein Glück gab es einen Handlauf zum Festhalten, ansonsten hätte unser Seegang um einiges uneleganter ausgesehen. Sobald wir im Wasser waren, bemühte ich mich keinen unnötigen Kontakt mit dem Boden zu knüpfen, denn dort unten lauerten bloß rutschige, verwachsene oder spitze Steine, die mir keinerlei Halt geben konnten. Danilo war besser dran, er hatte seine Straßenschuhe anbehalten.
ich würde nicht drum herum kommen, mir solche schicken Gummilatschen anzuschaffen.
Das Wasser war so kalt und erfrischend zugleich, dass wir wieder uns bald wieder draußen aufwärmen mussten. Die Campinganlage, die den ganzen Strand umzäunte, war sehr unterhaltsam. Nicht aber wegen seines Animationsprogrammes, sondern vielmehr wegen der Tiervielfalt, die von den Gästen mit in den Urlaub gebracht wurde. Hunde und Katzen waren noch keine Besonderheit, doch Terrarien mit mir unbekannten Echsenarten, Meerschweinchen und anderen Kleintieren, die auch mal Meeresluft schnuppern durften, erstaunten uns dann doch.
Genug auf der faulen Haut gelegen, jetzt wollen wir auch was von Novigrad sehen! Darum schnappten wir uns unser Skate- und Longboard und erkundeten rollend die Stadt.
Dabei fanden wir heraus, dass an diesem Abend ein kroatisches Volksfest stattfinden sollte. Na perfekt!
Zur Feier des Tages gingen wir uns am Abend den Bauch in einem Restaurant vollschlagen. Anschließend, nach Pizza, Salat und einer kalten Cola, brauchten wir einen Verdauungsspaziergang. Wir liefen weiter in die Stadt und schauten uns das kroatische Fest an.
Hunderte Menschen in den Straßen, Musik und Tanz, Verkaufsstände und Fahrgeschäfte. Es gab einiges anzuschauen, doch was wir auf dem Heimweg erblickten, das konnten wir im ersten Augenblick auch nicht wirklich glauben. Da läuft man doch nichts ahnend an einem Eiskaffee vorbei und plötzlich entdeckt man aus heiterem Himmel ein bekanntes Gesicht. Wie kann das denn sein?! Unwissend über den Aufenthalt des anderen läuft man sich plötzlich, einfach so, über den Weg. Ein verrückter und lustiger Zufall, der uns dazu verleitete, doch noch etwas in der Stadt zu bleiben!





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