Früh morgens waren die Scheiben blickdicht beschlagen, die fressende Bergfrische hatte sich fest an die Außenseite der Fenster gepresst und wartete darauf, dass wir die Türen öffnen würden, damit sie sich auf unseren verschlafenen Gliedern ablegen und uns unsanft wach machen könnte. Wir ergaben uns und ließen uns und tauschten unsere warme, gemütliche Schlafhöhle gegen die überströmende frische Morgenluft. Bald kam uns die Sonne zur Hilfe und nahm der Morgenfrische ihre Kraft, der Tag begann.
Die erste Amtstat des Tages führte uns zu der kleinen Bäckerei, in der wir Kaffee, Tee und jeder ein Stück Kuchen und ein belegtes Brot für später bestellten. Das war lecker, tat gut und gab treibende Kraft. Die Damen hinter dem Tresen, in feinsäuberlicher Arbeitskleidung und Schürze, zurechtgemacht und sehr gepflegt, waren bereits jetzt schon quirlig und bestens gelaunt, tratschten mit einem alten einheimischen Herrn, der seinen ebenso alten Dackel im Schlepptau hatte. Sie schienen sich über die neuesten Geschehnisse und Gerüchte der kleinen Gemeinde auszutauschen und legten dabei eine wilde Gesichtsgymnastik aufs Parkett. Ihnen zuzusehen war lustig und schön, denn hier war die Welt noch wirklich in Ordnung. Nun aber genug der Rumsitzerei, jetzt wollten wir uns das Schmuckstück Berchtesgaden doch einmal richtig anschauen. Wir starteten mit einer Besichtigung des Salzbergwerks.
Ich erinnere mich noch, dass ich vor gut 10 Jahren schon einmal hier war, damals mit meinen Eltern. Das Bergwerk hatte sich an und für sich nicht großartig verändert, zumindest nicht für ein ungeschultes Auge wie das meine. Doch war es ein wenig modernisiert worden, aber das konnte man ihm nicht verübeln. Nach einer kurzen Wartezeit durften wir den Eingang passieren und an der Kleiderausgabe unsere Overalls abholen. Genormt und uniformiert standen wir da mit einer riesigen Gruppe aus anderen Besuchern und warteten darauf, dass der Zug heranfuhr, um uns in die 12 Grad kühlen Stollen zu bringen. Als er kam, wurden die einzelnen Sitzwagongs mit uns Eintags-Bergmännern und -frauen beladen und jeweils ein Gruppenfoto von jedem Abschnitt des Zuges gemacht. Wir waren Abschnitt 4 und schmunzelten bereits bei den vorherigen 3 Malen "Kuck Kuck" rufen der Fotografin. Doch beim letzten Wagon kuckuckte Danilo lauthals mit. Die Fotografin warf ihm einen scharfen Blick zu und spitze die Lippen, doch der ganze Zug lachte sich schlapp über die Einlage.
Dann aber ging es los, ein mehrminütiger Ritt durch einen schmalen Schacht führte uns in das Innere des Bergwerks. Unser Guide war noch recht jung aber verstand seine Sache sehr gut und führte uns mit viel Input, Ton und Lichteffekten, 2 Rutschpartien und einer Salzkostprobe aus dem Spiegelsee durch das Bergwerk. Nach einer Stunde waren wir gewillt unsere Bergmannskluft wieder abzulegen und den Weg für die nächste Truppe frei zu machen. Beim Verlassen des Bergwerks rief noch einmal jemand laut "Kuck Kuck" hinter uns her. Es war ein Mann mit seinem Sohn auf dem Arm, der sich immer noch nicht über Danilos Vogellaut einbekommen hatte.
Nach all der Aufregung hatten wir plötzlich Appetit bekommen und schlenderten nochmals durch Berchtesgaden, konnten uns aber nicht davor retten einem riesigen Teller Krustenbraten, Knödl und Blaukraut zu verfallen. Dazu gab es sogar noch ein spritziges Radler. Welch Sünde!
Die erste Amtstat des Tages führte uns zu der kleinen Bäckerei, in der wir Kaffee, Tee und jeder ein Stück Kuchen und ein belegtes Brot für später bestellten. Das war lecker, tat gut und gab treibende Kraft. Die Damen hinter dem Tresen, in feinsäuberlicher Arbeitskleidung und Schürze, zurechtgemacht und sehr gepflegt, waren bereits jetzt schon quirlig und bestens gelaunt, tratschten mit einem alten einheimischen Herrn, der seinen ebenso alten Dackel im Schlepptau hatte. Sie schienen sich über die neuesten Geschehnisse und Gerüchte der kleinen Gemeinde auszutauschen und legten dabei eine wilde Gesichtsgymnastik aufs Parkett. Ihnen zuzusehen war lustig und schön, denn hier war die Welt noch wirklich in Ordnung. Nun aber genug der Rumsitzerei, jetzt wollten wir uns das Schmuckstück Berchtesgaden doch einmal richtig anschauen. Wir starteten mit einer Besichtigung des Salzbergwerks.
Ich erinnere mich noch, dass ich vor gut 10 Jahren schon einmal hier war, damals mit meinen Eltern. Das Bergwerk hatte sich an und für sich nicht großartig verändert, zumindest nicht für ein ungeschultes Auge wie das meine. Doch war es ein wenig modernisiert worden, aber das konnte man ihm nicht verübeln. Nach einer kurzen Wartezeit durften wir den Eingang passieren und an der Kleiderausgabe unsere Overalls abholen. Genormt und uniformiert standen wir da mit einer riesigen Gruppe aus anderen Besuchern und warteten darauf, dass der Zug heranfuhr, um uns in die 12 Grad kühlen Stollen zu bringen. Als er kam, wurden die einzelnen Sitzwagongs mit uns Eintags-Bergmännern und -frauen beladen und jeweils ein Gruppenfoto von jedem Abschnitt des Zuges gemacht. Wir waren Abschnitt 4 und schmunzelten bereits bei den vorherigen 3 Malen "Kuck Kuck" rufen der Fotografin. Doch beim letzten Wagon kuckuckte Danilo lauthals mit. Die Fotografin warf ihm einen scharfen Blick zu und spitze die Lippen, doch der ganze Zug lachte sich schlapp über die Einlage.
Dann aber ging es los, ein mehrminütiger Ritt durch einen schmalen Schacht führte uns in das Innere des Bergwerks. Unser Guide war noch recht jung aber verstand seine Sache sehr gut und führte uns mit viel Input, Ton und Lichteffekten, 2 Rutschpartien und einer Salzkostprobe aus dem Spiegelsee durch das Bergwerk. Nach einer Stunde waren wir gewillt unsere Bergmannskluft wieder abzulegen und den Weg für die nächste Truppe frei zu machen. Beim Verlassen des Bergwerks rief noch einmal jemand laut "Kuck Kuck" hinter uns her. Es war ein Mann mit seinem Sohn auf dem Arm, der sich immer noch nicht über Danilos Vogellaut einbekommen hatte.
Nach all der Aufregung hatten wir plötzlich Appetit bekommen und schlenderten nochmals durch Berchtesgaden, konnten uns aber nicht davor retten einem riesigen Teller Krustenbraten, Knödl und Blaukraut zu verfallen. Dazu gab es sogar noch ein spritziges Radler. Welch Sünde!
Die Bäuche hingen uns knapp über dem Boden, als wir das Restaurant verließen. Dagegen mussten wir etwas tun. Also suchten wir Flip auf und fuhren an den Königssee, um dort eine Runde Ruderboot zu fahren.
Danilo meinte ja, dass er das schon einmal gemacht hätte, und startete den Versuch aus dem Bootshaus heraus zu rudern. Dabei drehte er sich mehrmals willkürlich im Kreis. "Schon mal gemacht" - na klar! Nach ein paar wilden Fuchteleien hatte er den Dreh dann doch raus und fuhr uns auf den See hinaus.
Danilo meinte ja, dass er das schon einmal gemacht hätte, und startete den Versuch aus dem Bootshaus heraus zu rudern. Dabei drehte er sich mehrmals willkürlich im Kreis. "Schon mal gemacht" - na klar! Nach ein paar wilden Fuchteleien hatte er den Dreh dann doch raus und fuhr uns auf den See hinaus.
Das Wetter wollte sich nicht mehr bessern. Die fetten Wolken hatten sich am blauen Himmel festgesaugt und machten auch keine Anstalten ihre Position in den nächsten Stunden auch nur um einen Zentimeter zu ändern. Da sie aber keine Regentropfen auf die Erde hinabwarfen, sollten sie uns nicht weiter stören. Auf der Mitte des Sees versuchte auch ich einmal mein Glück mit dem Rudern, doch ich merkte schnell, wer hier mehr Kraft hatte und gab nach nur 10 Minuten freiwillig wieder ab.
Exakt eine Stunde später kehrten wir zurück in den Heimathafen und gaben das Ruderboot wieder in sichere Hände.
Nach der körperlichen Betätigung wollten wir nun unser Hirn ein wenig anstrengen und überlegten nun, wie es weitergehen sollte. Wir hatten nun nur noch 3 Tage, bis wir wieder zu Hause sein müssten. Knapp 600 Kilometer und unzählige Sehenswürdigkeiten, schöne Fleckchen, interessante Städte, Seen und Wanderwege trennten uns davon. Nun war Geschick und Entscheidungsfindung gefragt. Immerhin waren wir uns in einem Punkt schlagartig einig: Wir würden Berchtesgaden heute nicht mehr verlassen.
Um uns herum waren so viele sagenhaft schöne Berge zu sehen, wie könnten wir sie nicht bewandern? Das war also der Plan für morgen. Das Gebiet um den 2713m hohen Watzmann herum war unsere Wahl. Nun mussten wir nur noch den heutigen Tag abschließen. Aufgrund des mäßig warmen Wetters waren wir etwas eingefroren und da kam es uns doch gelegen, dass Berchtesgaden eine Therme im Angebot hat. Dort könnten wir uns aufwärmen und obendrein eine lange, ausgiebige Dusche genießen. Das machen wir! Und Leute, es war so herrlich! Wir verbrachten 2 Stunden in der gläsernen Oase bis wir erholt und müde, frisch und glücklich aus der Watzmann Therme herausstolzierten. Zur Feier des Tages versuchten wir Danilos monströsen Bartwuchs mit dem Taschenmesser in eine Form zu schneiden. Witzig war es allemal, aber ob es wirklich was gebracht hat?
Nach der körperlichen Betätigung wollten wir nun unser Hirn ein wenig anstrengen und überlegten nun, wie es weitergehen sollte. Wir hatten nun nur noch 3 Tage, bis wir wieder zu Hause sein müssten. Knapp 600 Kilometer und unzählige Sehenswürdigkeiten, schöne Fleckchen, interessante Städte, Seen und Wanderwege trennten uns davon. Nun war Geschick und Entscheidungsfindung gefragt. Immerhin waren wir uns in einem Punkt schlagartig einig: Wir würden Berchtesgaden heute nicht mehr verlassen.
Um uns herum waren so viele sagenhaft schöne Berge zu sehen, wie könnten wir sie nicht bewandern? Das war also der Plan für morgen. Das Gebiet um den 2713m hohen Watzmann herum war unsere Wahl. Nun mussten wir nur noch den heutigen Tag abschließen. Aufgrund des mäßig warmen Wetters waren wir etwas eingefroren und da kam es uns doch gelegen, dass Berchtesgaden eine Therme im Angebot hat. Dort könnten wir uns aufwärmen und obendrein eine lange, ausgiebige Dusche genießen. Das machen wir! Und Leute, es war so herrlich! Wir verbrachten 2 Stunden in der gläsernen Oase bis wir erholt und müde, frisch und glücklich aus der Watzmann Therme herausstolzierten. Zur Feier des Tages versuchten wir Danilos monströsen Bartwuchs mit dem Taschenmesser in eine Form zu schneiden. Witzig war es allemal, aber ob es wirklich was gebracht hat?
Am Abend wollten wir noch nicht all zu früh die Kojen beziehen, also kehrten wir noch einmal zurück in den Ort, der um diese Zeit sehr belebt war. Irgendetwas gab es zu feiern und wir würden gleich mitten dabei sein. Zumindest holten wir uns einen sauber geblasenen Marsch der Blaskapelle Maria Gern ab und passten unseren Gang der stimmungsvollen Musik an. Lange hielten wir allerdings nicht mehr durch und so kam es, dass wir auf dem Parkplatz der Therme, ganz hinten im Eck unser Schlafquartier errichteten und kurz vor Mitternacht in einen tiefen Schlaf fielen.








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